Rückenschullehrer anerkannt von den Krankenkassen
Die Ausbildung erfolgt nach dem ganzheitlichen Ansatz „Neue Rückenschule“, die die aktuellen Erkenntnisse für die Prävention berücksichtigt. Kernziele sind dabei die Stärkung der physischen und psychosozialen Gesundheitsressourcen sowie eine veränderte Einstellung zum Rückenschmerz. Die Rückenschullehrer Ausbildung ist eine von den Krankenkassen nach §20 Abs. 1 und 2 SGB V anerkannte Zusatzqualifikation zum Unterrichten von Rückenkursen. Ziele und Inhalte entsprechen den Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen und orientieren sich am Curriculum der Konföderation der deutscher Rückenschulen (KddR).
Viele Menschen in Deutschland leiden unter Rückenproblemen der verschiedensten Art. Rückenschmerzen sind damit in den letzten Jahren zur "Volkskrankheit Nr. 1" geworden. Damit ändert sich auch die Sensibilität in der Bevölkerung und immer mehr Menschen sind bereit, etwas gegen ihr Rückenleiden zu tun.
Zudem wird der Präventionsgedanke durch Politik, Wirtschaft und Krankenkassen zunehmend unterstützt. Hier finden ausgebildete Rückenschullehrer ein interessantes und viel versprechendes Aufgabenfeld, egal ob in der eigenen Praxis eine Rückenschule angeboten, oder diese im Rahmen betrieblicher Gesundheitsvorsorge nachgefragt wird.
Rückenschullehrer anerkannt nach §20 Abs. 1, 2 SGB V
Die dflv arbeitet mit dem Forum Gesunder Rücken e.V. zusammen und orientiert sich an den Vorgaben dieses Verbandes, um eine hohe Qualität und die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch die Krankenkassen zu erreichen.
Die Krankenkassen prüfen bei der Anerkennung neben den formalen Voraussetzungen der Rückenschullehrer-Ausbildung auch individuelle Voraussetzungen wie z.B. eine entsprechende Berufsausbildung. In der Regel muss eine Anbieterqualifikation von den Berufsgruppen mit einer staatlich anerkannten Ausbildung im jeweiligen Fachbereich vorliegen (Sportwissenschaftler, Sport- und Gymnastiklehrer, Physiotherapeuten, Ärzte). Fitnesstrainerlizenzen werden teilweise auch von lokalen Krankenkassen für die Durchführung dieser Maßnahmen akzeptiert.
Bundesweit gibt es jedoch ca. 210 Krankenkassen. Anbieter müssen jeweils vor Ort individuell mit den lokalen Krankenkassen verhandeln. Je nach Bundesland handhaben die Krankenkassen gewisse Entscheidungen unterschiedlich. Viele qualitativ hochwertige Konzepte werden auch ohne staatlichen Abschluss des Anbieters akzeptiert.
Inhalte sind:
- Allgemeine und medizinische Grundlagen
- Trainingslehre in Theorie und Praxis
- Allgemeine Grundlagen der Rückenschule
- Allgemeine Grundlagen zum Rückenschmerz
- Sportwissenschaftliche Grundlagen in der Rückenschule
- Funktionelle Untersuchungstechniken
- Didaktik und Methodik in der Praxis
- Haltungsschulung und Alltagsverhalten
- Körperwahrnehmung/Entspannung
- Rückenschule am Arbeitsplatz
- Psychosoziale Aspekte der Rückenschule
- Aufbau, Organisation und Finanzierung einer Rückenschule
Zulassungsvoraussetzungen:
- Fitnesstrainer A-Lizenz dflv oder
- Lizenzierter Fitnesstrainer DSSV oder
- Aerobic- oder Fitnesstrainer A-Lizenz DFAV oder
- andere anzuerkennende Vorbildungen
(Einstiege durch Absolventen anderer Vorbildungen sind nach Anerkennung durch den Lehrausschuss der dflv möglich)
Nach erfolgreich abgelegter Prüfung erhält jeder Teilnehmer eine Teilnahmebestätigung und eine Urkunde!
oder
- abgeschlossene Berufsausbildung als Arzt oder
- Ergotherapeut oder
- Physiotherapeut oder
- Krankengymnast oder
- Gymnastiklehrer oder
- Masseur und med. Bademeister (mit Ausbildungsbeginn nach 1994) oder
- Sporttherapeut, Sportlehrer, Dipl.-Sportlehrer oder Sportwissenschaftler oder
- einer vergleichbaren staatlich anerkannten Ausbildung.
Der oben genannte Personenkreis erhält nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung das Zertifikat "Rückenschullehrer/in".
Diese Seminare sind zugleich die Module 7 und 8 der Ausbildung zum
Fachsportlehrer -Fitness und Gesundheit-.
Referenten:
Markus Nitzke, Team Forum Gesunder Rücken e.V.